1995 - das Umbruchsjahr

 

Mit Peter Pappas und Jamal Allalou traten zwei Spieler aus der Soccer-Szene bei uns ein. Der spätere zweifache Deutsche Meister Sascha Empter (2005 / 2006) sollte kurze Zeit später folgen.

 

In der Regionalliga belegte unsere Erste hinter Stockstadt den 2. Platz. Während unsere Zweite in der Verbandsliga ebenfalls die Vizemeisterschaft erreichen konnte, musste sich die Dritte mit dem 7. Rang begnügen. In der Pokalrunde mussten wir Stockstadt ebenfalls den Vortritt lassen. Bereits im Viertelfinale kam das vorzeitige Aus. Der dramatische 8-Stunden-Kampf ist im nebenstehenden Amtsblatt-Auszug ausführlich beschrieben und wohl einmalig in der traditionsreichen Geschichte des Hessenverbandes.

 

Obwohl wir bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft noch stärker als in den Jahren zuvor antraten, reichte es diesmal nicht fürs Halbfinale. Mit nur einem Punkt Unterschied scheiterten wir am amtierenden Meister Bexbach/Saarland. Bei den Verbandsturnieren bestimmten in dieser Zeit die Spieler aus unseren Reihen das Geschehen. Auch die Pokale für die Meistbeteiligung an Turnieren und Verbandsfeiern gingen in den letzten Jahren zumeist an Kleinwallstadt. Ebenfalls wurden von uns als einzigstem Verein jahrelang drei Mannschaften gemeldet. Um so unverständlicher war es, dass wir dennoch vom Verband als „Stiefkind“ behandelt wurden. Unter anderem wurde uns die seit 1993 zugesicherte Austragung der Süddeutschen Meisterschaft abermals verwehrt. Wie bereits erwähnt, wurden wir 1993 und 1994 zugunsten anderer Vereine jeweils aufs Folgejahr vertröstet. Urplötzlich aber wollte der Verband davon nichts mehr wissen. Bei der Generalversammlung in Gundernhausen stimmte man aufgrund der Bewerbung Stockstadts über die Vergabe neu und gegen (!) uns ab. Dies brachte das Faß letztendlich zum überlaufen. Und da sich mit dem von Peter Pappas eingeführten Tornado-Tisch eine erfolgsversprechende Alternative bot, kehrten wir dem Verband sportlich den Rücken zu. Passiv blieben wir im Verband. Im Vereinsheim wurde fortan auf dem aus den USA importierten Tisch trainiert.

 

 

 

Sportmoderator Herbert Kranz amusiert sich beim Warm Up von Jamal Allalou und Peter Pappas im Ballroom des Hyatt/Dallas

Zeitgleich veranstaltete LÖWEN-Soccer deutschlandweit erstmalig ein Ranglistenturnier. Wie aus dem abgebildeten Bericht des Sport - Informationsdienstes zu entnehmen ist, gewann Patrick Knirim ein WM-Ticket. Der Lokalsender TV-Touring begleitete uns (Silke Schreck, Mariette Gröschl, Volker Gröschl, Peter Pappas, Jamal Allalou und Patrick Knirim) nach Dallas und berichtete ausführlich darüber (Bilder siehe hier...). Wow, was für ein Erlebnis, wir im Fernsehen! Nach neun Stunden Flug waren wir in Dallas, Texas, angekommen. Als wir durch die Glastüre des klimatisierten Flughafens ins Freie traten, „erschlug“ uns zunächst die fast unerträgliche Hitze.  Vom Taxi-Shuttle aus konnten wir bereits von weitem die beeindruckenden Ost- und Westtürme des Airporthotels „Hyatt“ bewundern. Noch größere Augen machten wir, als wir dann dort ankamen und zum ersten mal den WM-Saal betraten, in dem 200 nagelneue Tornado-Tische auf mehrere tausend Teilnehmer warteten. Über die perfekt organisierte WM musste selbst Sportmoderator Herbert Kranz staunen. Und der war mit seinen auch damals nicht anzusehenden 72 Jahren schon auf mehreren Weltmeisterschaften im Einsatz. Unsere sportlichen Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht. Nur Jamal erreichte im Profi-Einzel unter 512 Teilnehmern den beachtlichen 13. Platz. Dies waren im Kampf um Punkte unsere ersten Erfahrungen auf Tornado, die Erfolge sollten sich später noch einstellen.

 

 

Die treffenden Eindrücke eines WM-Neulings sind im nachfolgenfden Medienbericht nachzulesen, auch wenn dieser sich auf das Jahr 1998 beruft:

 

 

Brücke über den Mississippi am Port of Greater, dem Hafen von Baton Rouge (Luisiana)

 

Im Anschluss an die WM machten wir noch einen Abstecher zu „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“. Wir mieteten einen Van und fuhren die 1000 Meilen südöstlich Richtung Louisiana. Die Fahrt führte vorbei an Baumwollplantagen und prachtvollen Villen mit riesigen weißen Säulen davor, was uns an alte Südstaatenfilme erinnerte. Mark Twains Romanhelden trafen wir am Mississippi zwar nicht, aber in New Orleans, der Wiege des Jazz, gab es allerhand zu unternehmen.

 

 

Ein Bummel am Hafen durch den Markt und die alten Straßen des French Quarters werden uns ewig in Erinnerung bleiben. Siehe Bilder...

 

Bilder und Amtsblatt-Berichte folgen

14.6.2024: 6. Liga-Spieltag

07.6.2024: Abteilungssitzung

Druckversion | Sitemap
© TFF Kleinwallstadt 1986 / ab 2024 TuS Aschaffenburg-Damm

Anrufen

E-Mail